Samstag, 11. Juli 2009

Fast vorbei das ganze....

Ich weiß ich habe schon länger hier nichts mehr gepostet (schlecht möglich dank der vielen Erinnerungen). Aber jetzt habe ich seit einer Woche frei und kann mich dann doch noch mal zu Wort melden.
Letzten Freitag hatten wir unsere Final Defense. Dort mussten wir vor einer Gruppe Professoren unsere Studienarbeiten präsentieren. Die Herren waren währenddessen mehr oder weniger interessiert. Am Ende wurde uns dann alle erklärt, dass dieses Jahr alle Studenten bestanden hätten. Jetzt darf ich mich nach Erhalt meines Aachener Diploms auch noch Master schimpfen (das Masterzeugnis ist nämlich auch viel bunter und nicht so langweilig wie das Diplom aus Aachen wie uns dann gesagt wurde von einem Prof). Die ganze Veranstaltung war anders als von Manchen befürchtet doch recht locker.
Der ganzen Prozedur ging aber wieder ein Bürokratie Marathon voraus der sich sehen lassen konnte. So mussten etliche Dokumente ausgefüllt werden, die natürlich nur auf chinesisch zu Verfügung standen. Aber wieder ein Mal half unser Tutor uns. Ohne Ihn wären wir in dem Jahr wirklich aufgeschmissen gewesen. Letztendlich ist es aber allen gelungen Ihre Arbeiten zu drucken (nur mit offiziellem gelben Cover) und alle Formalitäten zu erledigen.
Im Wohnheim hat mittlerweile eine leicht melancholische Stimmung Einzug gehalten. Aus der über 30 Mann großen Gruppe sind nur noch 5-6 Deutsche geblieben. Auch der Campus ist ziemlich ausgestorben. Es ist ein komisches Gefühl an den vielen leeren Basketballkörben vorbeizugehen.
Am Mittwoch beginnt für mich dann auch schon mein Urlaub. Paul, Stefan und ich fliegen nach Vietnam (Ho-Chi-Minh) und treffen dort Jörn und Daniel. Von dort aus geht es dann quer durch Vietnam und dann...... mal sehen.
Der Wetter in Peking hat sich leider fast schlagartig mit dem Julibeginn verschlechtert. Es ist immer noch heiß aber viel schwüler und die Sonne lässt sich auch seltener blicken. Aber das kann ich gut verschmerzen, da ich die letzten drei Monate in kurzer Hose und FlipFlops gelebt habe. Zwischenzeitlich mussten wir wirklich hart nachdenken wann wir das letzte mal feste Schuhe oder eine lange Hose getragen haben (Ich habe sogar einen weißen Abdruck auf meinem Fuß ;) ).



so schön ist das Wetter im Moment leider nicht...

In den nächsten Tagen werde ich mich dann sicher nochmal mit ein paar Bildern melden. Versprochen. Es ist schon ein komisches Gefühl wenn ich daran denke, dass ich Peking in ein paar Tagen vorerst den Rücken kehren werde. Eventuell komme ich aber schon im September wieder für ein Praktikum. Das wird sich in der nächsten Zeit dann irgendwann entscheiden. So oder so eins steht fest. Ich komme wieder!

Montag, 1. Juni 2009

wenig los hier...

Wie schon auf einigen anderen Blogs zu lesen ist, haben hier alle im Moment ziemlich viel zu tun. Die Studienarbeit will geschrieben ( bzw. erstmal die Simulation zu ende gemacht) werden. Deshalb verbringe ich die meiste Zeit im Büro vor dem Rechner. Auch eine Klausur steht noch an. Die Klausur in Production Management II habe ich mittlerweile schon hinter mir... wie zu erwarten war das ganze dann doch eher machbar.
Trotzdem nehme ich mir ab morgen erstmal 5 Tage frei von dem ganzen Stress. Dann gehts nämlich mit Jörn, Stefan und Sven für 5 Tage nach Tokyo. Ich freu mich auf jeden Fall schonmal tierisch drauf....bis demnächst


mein Arbeitsplatz

Dienstag, 19. Mai 2009

Es wird sich rausgeputzt in #21

Ein kleines update aus dem 34°C warmen und sonnigen Peking. Am letzten Sonntag gab es bei uns im Wohnheim ein mehr oder weniger professionelles Fotoshooting. Guido hatte sich nach einigen Anfragen bereit erklärt mit seinem Fotoequipment ein paar Bewebungsfotos für evtl. enstehende Praktika zu machen. Also wurden die feinen Sackos, Hemden und sonstiger unbequemer Kram angezogen und los gings. Bei geschätzten 35°C im Aufentaltsraum beschränkten wir uns dabei aber nur auf die obere Körperhälfte. Das ein oder andere Hemd musste trotzdem aufgrund der hohen Temperaturen zu Halbzeit ausgewechselt werden....


Thomas und Guido 1 on 1


stilsicher mit asiletten


Montag, 4. Mai 2009

Strawberry festival

Da in Peking im Moment der Sommer ausgebrochen ist haben wir beschlossen den Sonntagnachmittag nicht am Schreibtisch sondern bei 30°C und Sonnenschein bei einem Rockfestival zu verbringen. Nachmittags machten wir uns zu fünft auf in den Osten Pekings. Nach 2.5h mit Bahn und Bus waren wir angekommen. Im Gegensatz zum ein oder andern deutschen Festival dass mit Preise jenseits der 100 Euro aufwartet waren die 80 kuai für live musik auf drei Bühnen doch eine angenehme Abwechslung. Auch die Bierpreise von 5 kuai waren ganz nach unserem Geschmack. Während auf der Bühne die Bands auftraten vertrieben wir uns unsere Zeit mit Frisbee spielen und in der Sonne liegen. Je später der Abend wurde desto ausgelassener wurde die Stimmung. Obwohl keine internationalen Größen da waren konnte man den chinesischen Bands gut zuhöhren und sich von der Stimmung anstecken lassen. Nach dem wir irgendwann zur Electro-stage wechselten war unsere Feierstimmung so angeheizt, dass der Abend noch in Sanlitun bis in die frühen Morgenstunden auskling.





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Samstag, 2. Mai 2009

Mauer die zweite

Da Henning im Moment Besuch von vier Freunden aus Deutschland hat fuhren wir am Donnerstag zur Mauer um dort zu campen. Da wir insgesamt 9 Leute waren mieteten wir uns zwei Autos die uns zu der Stelle brachten wo wir schon einmal übernachtet hatten. Dieses Mal fand unser Fahrer jedoch die richtige Stelle für den Aufstieg, da er Heiko und Sven vor zwei Wochen dort abgeholt hatte, und so dauerte das ganze nur eine statt drei Stunden. Oben angekommen bauten wir unsere Zelte auf und sammelten Feuerholz. Schnell war das Feuer entfacht und der Grill an. Da wir den Abend vorher im Propaganda verbracht hatten gingen wir alle doch recht früh ins Bett. Am nächste morgen war das Wetter leider ziemlich bescheiden. Die Sicht war nicht wirklich gut und der eine oder andere Regentropfen. Aber als es richtig los ging saßen wir zum Glück schon wieder im Bus nach Beijing.





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Montag, 27. April 2009

Kurztrip zum Tai Shan

Am Wochenende war es wieder einmal soweit. Um dem Unialltag mal wieder zu enfliehen beschlossen wir Chinas heiligsten Berg zu erklimmen. Mit dem Schnellzug ging es innerhalb von 3 Stunden höchste komfortabel bis an den Fuß des Berges. Wir fuhren dies mal vom Beijing Nan Bahnhof (Südbahnhof) ab was bedeutete, dass wir einmal quer durch die Stadt mussten aber das befürchtete im Stau stehen blieb aus. Die neue U-bahn Linie dorthin befindet sich im Moment leider noch im Bau. Als wir ankamen konnten wir unseren Augen kaum trauen. Der Bahnhof glich eher einem Flughafen. Auch die Sitten die wir auf chinesischen Bahnhöfens sonst so zu finden sind waren hier nicht zu finden. Alles in allem waren wir sehr positiv beeindruckt.
In Tai'an angekommen ging es sofort Richtung Berg. Wir wurden auch von Menschenmassen begrüßt. Der Berg nach oben glich teilweise eher einer gut befahrenen Autobahn, was die steilen Treppen aber nich leichter machte. Nach ca. 2 Stunden war der Gipfel dann erklommen, da sind wir teilweise schon andere Kaliber gewohnt. Da es oben doch sehr kalt war mieteten wir uns für 5 kuai erstmal höchst stylische Militärmäntel. Warm gehalten haben die Dinger auf jeden Fall. Oben quartierten wir uns dann in einem sehr einfachen aber für die Nacht ausreichendem Hotel ein. Morgens hieß es dann auch schon um 4:30 aufstehen um den Sonnenaufgang mitzuerleben. Verpassen konnte man das ganze auf jeden Fall nich da ein Raunen durch die Menge ging und vereinzelt auch Manche zu klatschen anfingen. Um 10 ging dann auch schon unser Zug wieder zurück nach Peking. Alles in allem ein gelungener Wochenendausflug.


Sonnenaufgang

Montag, 20. April 2009

Huang Shan / Nanjing

Leider gabs hier schon länger nichts mehr zu lesen, aber in letzter Zeit hatte ich viel um die Ohren. Ich hatte Besuch aus Deutschland von Jutz und Gurda und meine Studienarbeit will ich geschrieben werden. Deshalb gibts jetzt mal wieder ein paar Bilder von unserem Trip zum Huang Shan. Mit dem Flieger ging es bis auf ca 70 km an den Berg heran. Leider blieb unser Flieger in Beijing aber länger am Boden als es uns lieb war. Irgend ein Genie hatte beim Securitycheck aus versehen den Schlüssel eines anderen eingesteckt und dies hatte jemand entdeckt (und anstatt es ihm zu sagen direkt die Polizei gerufen). Also wurde unser Flieger über eine Stunde am Boden festgehalten um den Vorfall zu klären. Die Chinesen an Bord wurden langsam ungeduldig und musste sogar mit einer vorgezogenen Mahlzeit besänftigt werden.
Der Berg an sich war relativ schnell erklommen. Schon nach 2.5 h waren wir oben angelangt. Doch leider spielte das Wetter nicht wirkliche mit. Es war nass und neblig und gesehen haben wir an dem Abend nicht mehr wirklich viel. Also quartierten wir uns in einem Hotel auf dem Gipfel ein und hofften darauf, dass die Sicht am nächsten Morgen besser wird. Leider hatten wir auch dort kein Glück. Doch wie so oft sollten wir doch noch auf unsere Kosten kommen. Auf den Weg herunter riss der Himmel auf und die Sonne schien. Man sah super wir die Nebelschwaden den Berg entlang wanderten.

Huang Shan

Von Huang Shan ging es dann weiter für einen weiteren Tag nach Nanjing wo wir uns die dortigen Sehenwürdigkeiten anguckten bevor wir einen Tag später mit dem Nachtzug wieder nach Peking fuhren. Und in Nanjing passierte auch etwas was von dem wir über 4 Monate verschont blieben. Es regnete. Ja richtig die Aachener Studenten lesen richtig, mit einer kleinen Ausname von Seoul (War ja aber auch ein anderes Land ;) ) hatten wir bis zu diesem Zeitpunkt keinen Regen gesehen....

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