Dienstag, 24. März 2009

Urlaubsbericht: Yuanyang

Als nächstes Reiseziel hatten wir uns die Reisterassen in Yuanyang ausgesucht. Von Kunming aus sollte es mit dem Sleeperbus weiter gehen. Was eine recht entspannte 6 Stunden Busfahrt werden sollten kam dann aber doch ganz anders. Wir wunderten uns zuerst warum wir am Busbahnhof vorbei an den ersten Reihen an geparkten Bussen zu einem alten heruntergekommenen Bus in der letzten Ecke des Busbahnhofs geführt worden vor dem ein großer Haufen Säcke lag.

Noch wurde vor dem Säcken posiert...

Unsere Mitreisenden konnte man guten Gewissens als Pöbel bezeichnen. Von Innen hielt der Bus auch was er von Außen versprach. Alles war heruntergekommen und der Geruch war auch eher speziell (ein Chinese forderte einen anderen auf seine Füße doch mal schleunigst aus der Nähe seines Kopfes zu bewegen weil diese doch sehr stinken...der Privatunterricht macht sich also doch bezahlt). Als der Bus eigentlich fahrplanmäßig abfahren sollten wurde auf einmal angefangen den ganzen Kram der um den Bus herumlag auf das Dach zu schnallen. Mit Seilen wurde allersamt Kram aufgeladen darunter auch ein riesen Fernseher. Der besorgte Maschinenbauer machte sich auch langsam um die Überladung des Busses und war froh als der Fahrer dem ganzen Irrsinn dann Einhalt gebot. Doch ein paar Hunderter ließen dessen Widerstand auch schnell verfliegen und es wurde munter weiter auf das Dach geladen. Irgendwann war das Spektakel dann vorbei und wir konnten uns in unsere ca. 1,40 Meter langen Betten kuscheln. Stefan und ich teilten uns ein Doppelbett. Jörn hatte das Vergnügen sein Bett (und seine Mickeymouse Bettdecke!) mit einem Chinesen zu teilen. Nicht wie vorgesehen 6 Stunden dauerte die Fahrt im Endeffekt über 9. Mit tollen 1 h Stops um ein Paket im nirgendwo abzuliefern.

es wurde lustig aufgeladen...

Als wir dann doch endlich einmal ankamen mieteten wir uns eine Fahrerin die uns den kompletten Tag herumfahren sollte. Sofort ging es los um noch den Sonnenaufgang zu erwischen. Für den tollsten Effekt kamen wir wohl ein paar Minuten zu spät aber es war trotzdem richtig schön.

Sonnenaufgang

Den restlichen Tag verbrachten wir dann damit uns durch die Gegend fahren zulassen und durch die Reisterassen zu laufen. Es ist echt beeindruckend wenn man bedenkt, dass alles einmal mit den Händen angelegt wurde.

Reisterassen...

In unserem Hostel trafen wir dann einen deutschen der mit dem Fahrrad von Bangkok bis nach Hamburg fährt. Dieser ist eigentlich Beamter und hat sich sein Sabattjahr genommen und lebt dieses Jahr von seinem halben Gehalt und finanziert sich so seine Reise. Diesen nahmen wir dann mit um uns den Sonnenuntergang anzusehen. Natürlich wimmelte es nur so von Chinesen mit ihren teueren Fotoausrüstungen. Da es aber doch ein wenig steil den Berg herunterging, mietete sich der wohlbetuchte Chineses kurzerhand einheimische schmächtige Damen die die schwere Kameraausrüstung für sie den Berg hoch und wieder herunter trugen....

Sonnenuntergang


Urlaubsbericht: Shangri-La

Weiter ging es weiter Richtung Norden und auf über 3000m nach Shangri-La an die Grenze zu Tibet. Dort konnte man eindeutig den tibetanischen Einfluss spüren. Jörn und Stefan hatten am Abend zuvor während ich im Bett lag in Lijiang zwei Mädels aufgetan die spontan mit uns mit nach Shangri-La kommen wollten. Wir besuchten das größte buddhistische Kloster in China außerhalb Tibets. Dies hat uns auf jeden Fall schonmal einen Vorgeschmack auf unsere im Frühling geplante Reise nach Tibet gegeben und definitiv Lust auf Mehr gemacht.

Das Kloster

Im Kloster...

Mönche die ihre Gewänder waschen...

einfach ein schönes bild...

Am nächsten Morgen als es eigentlich weitergehen sollte in die Tigersprungschlucht musste ich aber dank meiner Krankheit dann die Reißleine ziehen. Eine zweitägige Wanderung traute ich mir dank Fieber wirklich nicht zu. Also ging es für mich ins chinesische Krankenhaus und für die anderen mit dem Bus weiter in die Tigersprungschlucht.
Bewaffnet mit meinem Mandarin Phrase Book ging es dann ins Krankenhaus. Sofort durfte ich in einem Arztzimmer Platz nehmen. Auch der Arzt ließ keine zwei Minuten auf sich warten. Der Doktor der dann hereinkam erinnerte mich zwar mehr an einen tibetanischen Schafshirten als an einen wirklichen Doktor aber in dem Moment war mir das auch egal. Er fragte was ich habe. In gekonnten Chinesisch erwiderte ich, ich sei krank. Wo denn war seine nächste Frage. Mit meinem Finger deutete ich in meinen Rachen und laß Fieber aus meinem Phrasebook ab. Ergänzend fügte ich noch in feinstem Mandarin ein "und über alles nicht gut" hinzu. Ohne auch nur von seinem Stuhl aufzustehen erstellte der Doc seine Diagnose. Währenddessen kam auch noch eine tibetische Familie herein und eine Frau drückte dem Arzt ein Telefon ans Ohr. Die vier Männern nahmen währenddessen hintermir auf eine Bank platz. nach eine paar Minuten während mit einer Hand telefoniert und mit der anderen mein Krankenblatt ausgefüllt wurde waren wir dann wieder unter uns. Als ich fragte was ich denn hätte bekam ich auch prompt eine Antwort auf Chinesisch. Verstanden hab ichs natürlich nicht. Also versuchte der gute Mann mir das ganze aufzuschreiben. Wenigstens lesen wird der komische Ausländer ja wenigstens können...ob ich bis heute genau weiß was ich hatte kann sich ja jeder selber denken.
Als nächstes wurde ich dann zur hauseigenen Apotheke geschickt wo ich meine Medizin bekam. Am einen Schalter musste ich zahlen um zum nächsten zu gehen wo die Pillenausgabe war. Ich bekam Antibiotika und zwei andere Medikamente von denen ich nicht genau weiß was es war. Insgesamt durfte ich von da an die nächsten Tage lang 3 x 8 Tabletten pro Tag schlucken. Unter 15 Minuten war ich aus dem Laden wieder raus und hatte meine Medizin und Arztbesuch für sagenhafte 3.60 Euro bekommen. Geholfen hat das ganze aber sehr rasch und schon nach ein paar Stunden ging es mir merklich besser. Mit dem Bus ging es dann weiter nach Lijiang wo ich am nächsten Tag die anderen wieder treffen sollte.

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Urlaubsbericht: Lijiang

Lijiang liegt weiter nördlich und noch einmal höher als Dali. Auch hier gibt es eine sehr schöne Altstadt, die komplett zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Überall schlängeln sich kleine Bäche durch die Stadt und die altertümlichen Häuser sehen auch sehr nett aus. Besonders schön wird das ganze wenn nachts alles mit roten Laternen beleuchtet ist. Auch hier wird das Geld mit den Minderheiten verdient. In diesem Fall die Naaxi. Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen und in einem Naaxi-Courtyard Hostel genächtigt. Leider wurde meine Krankheit schlimmer und lag dank Fieber Abends schon früh im Bett.


Straßenszenen in Lijiang

The most obligatorious Photoshot in Southern China wenn man dem Lonely Planet glauben soll...



Urlaubsbericht: Dali

Von Xishuanbanna aus ging es mit dem Flieger weiter nach Dali in den Norden Yunnans. Zuerst wurde gescherzt welche Fluggesellschaft es wohl werden sollte, weil wir nicht online sondern bei einem Cafe im Ort gebucht hatten. Doch dann rollte ca. eine Stunde vor Abflug doch tatsächlich die Lucky Air, die hier und da im Onlineportal Elong.com auftaucht aufs Flugfeld. Unsere Freude hielt sich in Grenzen ;). Gelandet sind wir aber ca 1h später trotzdem.
Dali befindet sich am Erhai Lake und hat eine sehr schöne Altstadt. Wir vebrachten den Tag damit durch die Altstadt zu ziehen und den Tag sehr entspannt angehen zu lassen. Leider meldete sich zum ersten mal im Urlaub mein Magen, so dass ich doch eher eingeschränkt war.
In China gibts es insgesamt 56 Minderheiten. Das lernen die Kinder schon in der Schule. Und der gemeine Han Chinese schaut sich die Minderheiten auch sehr gern mal an. Was dazu führt, dass es ganze Dörfer gibt in denen die Leute traditionelle Gewänder tragen und Sachen verkaufen. Für die Chinesen ist dies eine Art Vergnügungspark. Und was kann es dort schöneres geben als sich auch einmal in diesen Gewändern fotographieren zu lassen. Was dem Europäer wundern lässt ist für den Chinesen aber ein wirklich schöner Ausflug (Hao Wan!).


Erhai Lake

Sonnenaufgang bei den drei Pagoden


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Urlaubsbericht: Xishuanbanna

Die nächste Station unserer Reise war Xishuanbanna direkt an der Grenze zu Laos. Dort genossen wir mehrere Tage die Südostasiatische Flair und trafen auf die Gruppe um Henning (Daniel, Jo, Uli) und für wenige Stunden auch auf Svenson und Heiko. Zufällig trieben wir uns alle zur selben Zeit in der Stadt Jinghong herum. Xishuanbanna erinnert von den Leuten und der ganzen Atmosphäre eher an Thailand oder andere Länder in Südostasien. Auch die Straßenschilder sind zweisprachig gehalten und kann deutlich erkennen, dass die meisten Menschen der Dai-Minderheit angehören.
Am ersten Tag liehen wir uns Fahrräder und erkundeten die Umgebung entlang des Mekong, was zu einer 60 km Fahrradtour durch die Kautschuk Plantagen und Reisfelder führte. Am Ende konnte kaum einer von uns noch sitzen und die letzten Kilometer die Berge hoch und runter wurden nicht nur für mich zu Qual. Zu sehen gab es aber wunderschöne Landschaften.


Frau im Reisfeld

Hütte am Straßenrand

Die nächsten zwei Tage verbrachten wir mit einer Trekkingtour durch die Region. Wir wurden von einem Guide durch die Tee- und Kautschukplantagen und durch den Urwald geführt. Geschlafen haben wir dann nachst in einem kleinen Dorf bei einer Familie auf dem Wohnzimmerboden. Geschlafen habe ich nicht wirklich viel, was aber viel mehr daran lag, dass Jörn von der einen Seite gescharacht und Uli von der anderen Seite gehustet hat als an dem harten Boden. Mr. Rush ( unser Guide) erzählte uns viele interessante Geschichten und hatte teilweise auch eher kritische Ansichten, was wir bis jetzt so auch noch nicht erlebt hatten. Nachts saßen Jörn und ich noch mit der Familie und Mr. Rush am Feuer und wir wunderten uns warum wir das Chinesisch das gesprochen wurde so gut verstehen konnte. Aber wurde uns erklärt, dass Putonghua (Hochchinesisch) dort quasi auch nur als Fremdsprache in der Schule gelernt wird und da der Guide ursprünglich nicht aus dieser Gegend kommt und die beiden so keine andere Wahl hatten als sich mit leichten Vokabeln und sehr langsam zu unterhalten. Gelernt haben wir auch dass der chinese eine besondere Verbindung zur Brandrodung hat... Nebenbei erklärte Mr. Rush uns, dass die Kautschukbäume nach 30 Jahren "gefällt und neu geplfanzt werden müsse" und deutete dabei auf die verkohlten Überreste auf einem Berg. Man ann es die ganze Zeit überall qualmen sehen. Es vergeht kaum eine Busfahrt auf der man nicht einen Bauer sein Feld anstecken sieht.


Das Dorf in dem wir übernachtet haben

Unser letzter Tag in Xishuanbanna war auf jeden Fall eins der Highlights dort. Uns wurde von Heiko und Sven empfohlen eine Fahrradtour zu einem Wasserfall im Dschungel zu machen. Wir hatten aber wohl überhört, dass der Weg dorthin größtenteils aus Schotterpiste bestand. Im Nachhinein weiß ich nicht ob der Weg den Berg hoch oder runter schlimmer war. Nach ca. 3 Stunden kamen wir ziemlich fertig in einem kleinen Dorf an, von wo aus es noch einmal ca. 1 h durch den Dschungel ging. Geführt wurden wir von 3 kleinen Jungs die sich ein wenig dazu verdienen wollten. Am Wasserfall angekommen packten wir erstmal unsere Badehose aus und sprangen hinein. Das Wasser war aber so eiskalt, dass es bei wenigen Sprüngen blieb.

Gruppenfoto auf einem Baum im Urwald

Der Wasserfall


Sonnenuntergang auf dem Rückweg



Donnerstag, 19. März 2009

Urlaubsbericht: Kunming

Nach dem Besuch in Fenghuang ging es dann per Bus und Bahn in den Süden Chinas. Genauer gesagt nach Kunming in die Hauptstadt der Provinz Yunnan.
zuerst wurden wir auf der Busfahrt zum Bahnhof in der nächsten Stadt übers Ohr gehauen (aber nicht nur wir sondern die Chinesen auch). Im Busbahnhof sahen wir, dass der eigentlich Bus schon voll war. Aber eine Frau rief aus einem andern allen Wartenden zu dass dieser Bus auch direkt in die selbe Stadt fahren würde. Also stiegen alle ein. Auf halber Strecke wurden wir dann in irgendeinem Busbahnhof aus dem Bus geschmissen um den Bus zu wechseln was mindestens eine halbe Stunde dauerte. Irgendwann kam dann auch das schäbigste Modell was die ganze Anlage zu bieten hatte. Die obligatorischen Hocker im Gang durften natürlich auch nicht fehlen. Nach dem wieder alle eingestiegen waren war der Bus eigentlich voll. Was aber keinen daran hinderte 10 Meter nach verlassen des Bahnhofs noch mehr Leute hereinzuquetschen. Den Rest der fahrt saß ich dann im kalten Fahrtwind weil sich die Frau in der Reihe vor mir in regelmäßigen Abständen aus dem Fenster übergab. Auf jeden Fall eine der unangenehmeren Fahrten.
In Huaihua angekommen wollten wir uns dann Zugtickets nach Kunming besorgen. Dies gestaltet sich aber während des chinesischen Neujahrs recht schwierig, da alle Chinesen nach Hause zu ihren Familien fahren. Vor dem Ticket Office waren lange Schlangen und auf dem Bahnhofsvorplatz war eine großes Zelt aufgebaut wo die Menschen auf ihren Zug warteten. Also entschieden wir uns für die "blöde Ausländer" Taktik. Wir fragten einen Bahnangestellten wo man denn hier Tickets bekommen würde und schon wurden wir an den Schlangen vorbeigeführt direkt zum Ticketschalter wo der Man uns half. Schlaf- und Sitzplätze waren ausverkauft und so entschieden wir uns mangels anderer Optionen für Stehplätze. Der Plan war eigentlich sich ein ruhiges Plätzchen im Gang zu suchen und versuchen dort zu schlafen aber es kam dann doch ein wenig anders.
Als abends dann die Türen zum Bahnsteig aufgingen fing die wartende Meute auf einmal an zu rennen. Da normalerweise in chinesischen Zügen alle Plätze reservierte sind, war dies schon ein wenig ungewohnt. Als wir dann am Gleis angekommen waren sahen wir wie sich die Menschen in die Wagons quetschten. Wir stürzten uns dann auch mit unserem Gepäck in den Kampf. Kurz bevor ich mir genug Platz verschafft hatte um in den Wagon einzusteigen zog mich dann ein Schaffner am Ärmel und versuchte mir zu signalisieren ob ich noch Schlafplätze haben wollte. Zuerst reagierte ich garnich darauf da ich zu sehr damit mit herumschubsen und einsteigen beschäftigt war. Der Wagon war mittlerweile schon voll mit Leuten. Man kann sich das ungefähr so vorstellen wie die U-bahnen bei einem Fussballspiel, nur dass die ganze Fahrt 7 Stunden dauern sollte. Anscheinend werden an Neujahr die Bahnen in China einfach bis zum Rand mit Menschen gefüllt. Als der Schaffner mir und Paul dann angeboten hatte doch noch einen Platz im Schlfawagen zu bekommen mussten wir noch Jörn und Stefan wieder aus dem Wagon bekommen die schon eingestiegen waren. Diese berichteten später, dass dort drinnen die innersten Instinkte zum Vorschein gekommen waren und sie sich irgendwann mit Schubsen und drängeln den Weg wieder nach draußen Bahnen musste. Am Ende hatten wir dann sogar wirklich jeder sein eigenes Bett. Der Schaffner wollte sich nichtmal selber was dazu verdienen so wie wir erst vermutet hatten sondern berechnet uns nur die ca. 4 euro aufpreis die uns raus aus der Hölle gebracht haben. Anscheinend waren dies Plätze wo die Leute nicht erschienen sind und diese aus Massenpaniktechnischen Gründen nicht an die Chinesen vergeben werden konnten. Auf jeden Fall hatten wir ein riesen Glück denn 7 Stunden lang wären wir mit dem zug auf jeden Fall nicht.

Glück gehabt! Jörn und Stefan im Hardsleeperabteil

Den Tag in Kunming verbrachten wir dann sehr entspannt mit gammeln bei über 20°C und Sonnenschein. Wir schlenderten durch einen Park in dem jede Menge los war. Überall wurde Musik gemacht, getanzt oder einfach nur mit dem Nachwuchs spaziert.

Tanzgruppe im Park

Hier werden die Liebesbekundungen nicht in Bäume sondern in Bambus geschnitzt

Chor im Park

Auch einen Frisörbesuch gönnten wir uns, bei dem Paul und Jörn gerade noch verhindern konnte die koreanische Stylerfrisur verpasst zu bekommen. Der Friseur behauptete zwar steif und fest, dass das besser aussehen würde aber die beiden konnte er einfach nicht umstimmen.

Friseurbesuch

Abends im Restaurant gabs es dann einen leichten Tumult um unseren Tisch und wir verstanden nicht so ganz warum bis ein Typ vom Nachbartisch geholt wurde und uns fragte: "Did you really order frog". Jörn drehte sich dann eiskalt rum und meinte ja. Da hatten wir bei der Bilder Auswahl dann doch kein Hühnchen erwischt. War aber wirklich lecker und zu empfehlen.

BILDER

Sonntag, 15. März 2009

Urlaubsbericht: Fenghuang

Weiter gings von Zhangjiajie in das Fischerörtchen Fenghuang. Wir wollten schon am Abend vorher Bustickets kaufen aber uns wurde gesagt dass wir diese direkt im Bus bekommen. Also versuchten wir unser Glück am nächsten Tag am Busbahnhof. Der Bus sollte jede halbe Stunde fahren. Wir wunderten uns warum der Platz wo er abfahren sollte leer war aber trotzdem jede Menge Leute warteten. Nach 20 Minuten kam er dann auch. Das ganze lief dann aber so ab, dass die Meute in die Richtung des noch fahrenden Busses rannte und es ein riese Gedränge hab um in den Bus zu kommen. Sowas hatten wir bis dahin auch noch nicht erlebt. Wir hatten beim ersten Anlauf mit unserem Gepäck nicht den Hauch einer Chance einen Platz zu bekommen. Beim zweiten Versuch half uns zum Glück eine nette Dame. Sie führte uns zu einem Platz außerhalb das Bahnhofs, wo wir dann zuerst einsteigen konnten bevor der eigentlich Kampf eröffnet wurde. Diese Form der Hilfsbereitschaft bekommt man zum Glück sehr oft zu spüren.
Auf der eigentlich nur eine Stunde dauernden Fahrt hatten wir einen riesen Stau. Überall auf der Straße liefen Menschen und die normalerweise abschreckende Wirkung einer Bushupe hatte sich bis hierhin nicht rumgesprochen. Auf der Gegenseite kam uns irgendwann auch ein Mann zu Fuß mit einem Handkarren entgegen. Es schien im ziemlich gleichgültig, dass hinter ihm eine riesen Schlange aus Autos, Bussen und LKWs war.
In Fenghuang schlenderten wir dann am Fluss entlang und gingen durch die kleinen Gasssen. Die Stadt ist wirklich sehr schön und hat etwas von Bilderbuch China. Abends wurden dann auf den Fluss kleine Papierschiffchen mit Kerzen gesetzt was wirklich schön aussah.


Sonnenuntergang am Fluss

Abends ging es dann in die örtliche Dorfdisco wo Jörn leider seine Jacke mitsamt seiner Kamera geklaut wurde. Einen Teil der Nacht haben wir dann auf der Polizeistation verbracht aber leider ohne Erfolg.