Es ist passiert!...oder eher fast. Meine ultimative rennmaschine wurde für 24h entwendet. Nach dem wir abends um 4 aus dem propaganda nach hause gekommen sind war ich mir eigentlich zu 100% sicher mein rad im fahrradkeller abgestellt zu haben. Doch am nächsten abend beim mensabesuch war es einfach nicht aufzufinden...Also begab ich mich mal auf die suche in den nebengebäuden. Nach 2 hatte ich aber schon keine lust mehr, doch ich fand ein rad das so ähnlich aussah wie das von mario, das vor einer woche geklaut worden war.
Am nächsten tag bekam ich dann einen anruf, dass das rad wirklich von mario war und im nachbargebäude mit einem anderen schloss steht. Da wurd ich dann doch hellhörig und machte mich wieder auf die suche. Irgendwann hab ich mein rad dann wirklich in der letzten ecke 3 häuser weiter gefunden.Frechheit! Anscheind is da die chinesische fahrradmafia am werk ;). Das rad wird anscheinend erstmal umgeparkt und erst wenn gras über die sache gewachsen ist vom campus geschafft. Aber nich mit uns. Die tage kauf ich mir dann erstmal ein gescheites schloss. Beim bikedoctor wurde marios bike vom falschen schloss, in nur 10 sec mit der kombizange befreit...china qualität eben.
Morgen gehts dann erstmal 5 tage in den urlaub. Werd dann berichten wie es in seoul so war.
Dienstag, 18. November 2008
Mittwoch, 12. November 2008
Karneval
Wie gestern sicher der ein oder andere mitbekommen hat, hat die fünfte jahreszeit begonnen. Und nur weil man dieses jahr ein wenig weiter weg von zuhause ist, heißt das ja noch lange nicht, dass man hier keinen karneval feiern kann. Irgendwer hatte eine adresse von einem deutschen restaurant aufgetan wo es karnevalsmusik und deutsches fassbier gab. Nachdem wir uns gestern nachmittag in einem chinesischen klamotten/kram kaufhaus köstüme besorgt hatten wurde sich im wohnheimsflur schon einmal mit dem wdr livestream aus köln eingestimmt. Thommy, und ich hatten uns mit höchst stilvollen hellykitty kostümen eingedeckt. Nach ein paar bierchen gings dann mit dem taxi zum "landgraaf", wo die party auch schon in vollem gange war. Der laden war voll mit deutschen und chinesen, die dem deutschen brauchtum etwas abgewinnen können. Es wurde bis in die frühen morgenstunden ordentlich gefeiert und so musste leider auch die chinesisch stunde am nächsten tag ausfallen;).
Ach ja die nächsten reisepläne gibt es auch schon. Ab nächsten mittwoch bin ich für 5 tage in südkorea. Bis dann...

Ach ja die nächsten reisepläne gibt es auch schon. Ab nächsten mittwoch bin ich für 5 tage in südkorea. Bis dann...
Montag, 3. November 2008
endlich nicht mehr frieren....
Ist ja schon was länger her, dass ich hier was geschrieben hab ich mir gedacht erzähl ich mal kurz was so letzte woche los war. Besonders viel ist nicht passiert. So langsam hat man sich hier auch eingelebt, was zusammen mit diversen hausaufgaben dafür sorgt, dass man doch nicht mehr alle zwei tage etwas neues spannendes macht. So war das highlight dieser woche, dass endlich die heizung pünktlich zum 1.11 angestellt wurde und man nachts nicht mehr frieren oder im schlafsack schlafen muss. Da ich leider keinen der illegalen heizstrahler besitze, wurd es abends doch schon das ein oder andere mal recht kalt als der wind wiedermal durch alle ritzen des fensters pfiff.
Heute wurde dann auch direkt im ganzen gebäude rattengift in den zimmern verteilt, was das bloss soll ;).
Mittwoch hatte ich dann auch meine erste "prüfung" hier. War aber halb so wild, da es nur ein kleiner test in unserem uni chinesischkurs war. Das ganze lief so ab, dass unsere lehrerin uns 50 silben vorgelesen hat und diese korrekt und mit den richtigen tönen aufschreiben sollten. Das ganze artete dann aber eher in einer großen gruppenarbeit aus, und selbst die lehrerin wieder holte die wörter, biss auch der letzte genug gehört hatte.
Am wochenende wurden wieder einmal pekings clubs unsicher gemacht. Und es hat sich herausgestellt, dass auch hier halloween gefeiert wird. Zumindest taten das die ganzen verkleideten amerikaner die man überall sehen konnte....zàijiàn
Heute wurde dann auch direkt im ganzen gebäude rattengift in den zimmern verteilt, was das bloss soll ;).
Mittwoch hatte ich dann auch meine erste "prüfung" hier. War aber halb so wild, da es nur ein kleiner test in unserem uni chinesischkurs war. Das ganze lief so ab, dass unsere lehrerin uns 50 silben vorgelesen hat und diese korrekt und mit den richtigen tönen aufschreiben sollten. Das ganze artete dann aber eher in einer großen gruppenarbeit aus, und selbst die lehrerin wieder holte die wörter, biss auch der letzte genug gehört hatte.
Am wochenende wurden wieder einmal pekings clubs unsicher gemacht. Und es hat sich herausgestellt, dass auch hier halloween gefeiert wird. Zumindest taten das die ganzen verkleideten amerikaner die man überall sehen konnte....zàijiàn
Sonntag, 26. Oktober 2008
Die natur ruft
Da hier wir ja schon im letzten eintrag erwähnt in den letzten tagen schönstes herbstwetter ist, wurde kurzerhand beschlossen noch einmal campen zu gehen. Ich werd hier noch zum richtigen naturburschen;).
Das ziel war der ca. 85 km von beijing entfernte Yunmenshang mountain. So ging es dann am samstag morgen wieder einmal per ubahn und bus in die pekinger peripherie.
Im nationalpark angekommen wurden wir hektisch und mit händen und füßen darauf hingewiesen, dass wir auf keinen fall feuer machen dürfen. Natürlich haben wir da erstmal zugestimmt auch wenn an unseren rucksäcken die grillroste schon baumelten;). Dann ging es erstmal in den park richtung aufstieg. Zum anfang hin war der weg auch wirklich "fairly easy" wie der reiseführer geschrieben hatte. Aber nach ca. 1 h wurde der weg mal wieder zu einer kleinen qual.
Nach dem die sonne untergegangen war stiegen wir im letzten licht noch die restlichen paar meter hoch(bis auf exakt 1413.7 ) und suchten uns einen zeltplatz für die nacht. Was wir oben schnell bemerkten war, dass es doch verdammt windig und ohne sonne schweinekalt wurde. So wurde auch kein gedanke wirklich mehr an das feuerverbot verschwendet und sich eine sichere feuerstelle gesucht um sich aufzuwärmen und die mitgeschleppten chinesischen grillspezialitäten zu erwärmen.
Leider haben die chinesen das mit dem süß und salzig nicht so ganz raus. Hier scheint alles vertauscht zu sein... so waren mein würstchen für den grill dann doch eher etwas süß. Aber egal die fleischstücke und eingelegten hühnerkrallen waren super ;).
Nach dem frühstück gings dann auch schon wieder auf den abstieg und dann im bus richtung beijing. Ich denke mal, dass dies der letzte campingausflug für dieses jahr für mich gewesen ist, da es langsam nachts echt schweinekalt nachts wird hier. Auf jeden fall wars mal wieder ein toller ausflug!
blick vom gipfel
Das ziel war der ca. 85 km von beijing entfernte Yunmenshang mountain. So ging es dann am samstag morgen wieder einmal per ubahn und bus in die pekinger peripherie.
Im nationalpark angekommen wurden wir hektisch und mit händen und füßen darauf hingewiesen, dass wir auf keinen fall feuer machen dürfen. Natürlich haben wir da erstmal zugestimmt auch wenn an unseren rucksäcken die grillroste schon baumelten;). Dann ging es erstmal in den park richtung aufstieg. Zum anfang hin war der weg auch wirklich "fairly easy" wie der reiseführer geschrieben hatte. Aber nach ca. 1 h wurde der weg mal wieder zu einer kleinen qual.
Treppen so weit das auge reicht... aber daran hab ich mich ja schon langsam gewöhnt. Leider haben wir es nicht ganz bis zum Sonnenuntergang bis zum Gipfel geschafft sondern nur bis ca 50 m darunter. Aber halb so schlimm der ausblick war mal wieder (auch wenn ich mich hier wiederhole;) ) einfach traumhaft.
sonnenuntergang
Nach dem die sonne untergegangen war stiegen wir im letzten licht noch die restlichen paar meter hoch(bis auf exakt 1413.7 ) und suchten uns einen zeltplatz für die nacht. Was wir oben schnell bemerkten war, dass es doch verdammt windig und ohne sonne schweinekalt wurde. So wurde auch kein gedanke wirklich mehr an das feuerverbot verschwendet und sich eine sichere feuerstelle gesucht um sich aufzuwärmen und die mitgeschleppten chinesischen grillspezialitäten zu erwärmen.
Leider haben die chinesen das mit dem süß und salzig nicht so ganz raus. Hier scheint alles vertauscht zu sein... so waren mein würstchen für den grill dann doch eher etwas süß. Aber egal die fleischstücke und eingelegten hühnerkrallen waren super ;).
Die nacht an sich wurde dann aber doch verdammt kalt! Ich glaube ich habe noch nie nachts so gefroren und geschlafen hab ich schon garnicht. Aber da ich nur meinen 15-grad schlafsack dabei hatten war ich auch selber schuld. Ich war nur froh als ich um 5:40 aufstehen konnte um den sonnenaufgang zu sehen. Wirklich beeindruckend wenn man auf so nem berg steht und weit und breit niemand ist.
sonnenaufgang
Nach dem frühstück gings dann auch schon wieder auf den abstieg und dann im bus richtung beijing. Ich denke mal, dass dies der letzte campingausflug für dieses jahr für mich gewesen ist, da es langsam nachts echt schweinekalt nachts wird hier. Auf jeden fall wars mal wieder ein toller ausflug!
mehr bilder gibts hier oder auch im blog von guido, da der son ultraprofi kameramoped besitzt sind da doch einige besser als bei mir: landschaften und leute
Super wetter in beijing...
Da die letzten tage einfach super geniales wetter hier war hab ich auch mal was von den sehenswürdigkeiten der stadt gesehen. Da wir ja hier den luxus haben zu warten bis die sonne scheint und die sicht gut ist hab ich mir einfach mal am anfang gesagt dass ich auch warten kann mir alles anzugucken und lieber alles bei blauem himmel mitnehm....
Auch wenn es hier auch langsam ordentlich kälter wird, war die sicht so gut wie selten hier und das auch noch ca 5 tage am stück.
Da mein wochenende hier ja entspannter weise schon mittwochs beginnt zog es mich donnerstag erstmal in den sommerpalast der direkt in der nähe unseres campus ist. Der komplette parkanlage ist an sich ein kopie eines echten sees in kunming, der hat dem kaiser aber wohl so gut gefallen, dass er sich so ein ding auch mal in peking hat bauen lassen um mal ein bisschen ruhe und erhohlung zu haben. Auf jeden fall eine super schöne anlage aber auf den bildern kann mans auch besser selber sehen....

Freitag gings dann mit stefan in die verbotene stadt. Obwohl es brechend voll war, was zum teil bestimmt am ASEM 7 gipfel lag, konnte man sich die anlage aufgrund der riesigen ausmaße doch noch recht entspannt anschauen. Da wir leider auf die audioführung aufgrund von bargeldmangel verzichten mussten( was verlangen die auch 100 kuai pfand!) entschlossen wir uns dann doch für die recht zügige süd-not durchquerung. Das ganze ding an sich ist ca. 950 lang und 750 meter breit! Man geht im prinzip immer weiter durch riesige innenhöfe ( und davon gibt es viele) die immer von einer großen halle getrennt sind. An beiden seiten erstrecken sich dann kleiner häuser in denen früher die leute gewohnt haben und in denen heutzutage irgendwelche kunstgegenstände ausgestellt werden. Ich als kunstbanause konnte aber leider mit irgendwelchen bronzekessel nicht sonderlich viel anfangen ( bei manchen hätt ich auch schwören können, dass ich gestern erst aus so nem ding hotpot gegessen hab)...
Auch wenn böse zungen behaupten das ganze an sich sei recht monoton, fand ich es aufgrund der größe doch sehr beeindruckend.

Viel interessanter war es jedoch das ganze gelände von oben zu sehen. Denn direkt hinter der stadt gibt es einen kleinen berg von dem man einen super blick über ganz peking hat. Von dort sind wir dann nach einem kleinen abstecher durch den beihai park und vorbei am national theater wieder zurück zum wohnheim......

mehr bilder
Auch wenn es hier auch langsam ordentlich kälter wird, war die sicht so gut wie selten hier und das auch noch ca 5 tage am stück.
Da mein wochenende hier ja entspannter weise schon mittwochs beginnt zog es mich donnerstag erstmal in den sommerpalast der direkt in der nähe unseres campus ist. Der komplette parkanlage ist an sich ein kopie eines echten sees in kunming, der hat dem kaiser aber wohl so gut gefallen, dass er sich so ein ding auch mal in peking hat bauen lassen um mal ein bisschen ruhe und erhohlung zu haben. Auf jeden fall eine super schöne anlage aber auf den bildern kann mans auch besser selber sehen....
Freitag gings dann mit stefan in die verbotene stadt. Obwohl es brechend voll war, was zum teil bestimmt am ASEM 7 gipfel lag, konnte man sich die anlage aufgrund der riesigen ausmaße doch noch recht entspannt anschauen. Da wir leider auf die audioführung aufgrund von bargeldmangel verzichten mussten( was verlangen die auch 100 kuai pfand!) entschlossen wir uns dann doch für die recht zügige süd-not durchquerung. Das ganze ding an sich ist ca. 950 lang und 750 meter breit! Man geht im prinzip immer weiter durch riesige innenhöfe ( und davon gibt es viele) die immer von einer großen halle getrennt sind. An beiden seiten erstrecken sich dann kleiner häuser in denen früher die leute gewohnt haben und in denen heutzutage irgendwelche kunstgegenstände ausgestellt werden. Ich als kunstbanause konnte aber leider mit irgendwelchen bronzekessel nicht sonderlich viel anfangen ( bei manchen hätt ich auch schwören können, dass ich gestern erst aus so nem ding hotpot gegessen hab)...
Auch wenn böse zungen behaupten das ganze an sich sei recht monoton, fand ich es aufgrund der größe doch sehr beeindruckend.
Viel interessanter war es jedoch das ganze gelände von oben zu sehen. Denn direkt hinter der stadt gibt es einen kleinen berg von dem man einen super blick über ganz peking hat. Von dort sind wir dann nach einem kleinen abstecher durch den beihai park und vorbei am national theater wieder zurück zum wohnheim......
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Dienstag, 21. Oktober 2008
Deutsche Ecke
Nachdem ich von einer anonymen person darauf aufmerksam gemacht wurde, dass andere doch viel fleißiger blogeinträge verfassen als ich, werd ich hier nochmal kurz was schreiben bevor es dann ins bett geht.
Beim pekingente essen am sonntag hat henning uns alle vorgeschlagen doch mal bei der deutschen ecke der tsinghua vorbeizuschaun. Das ist eine gruppe von chinesischen stundenten, die entweder deutsch studieren oder schon einmal in deutschland waren und ihr deutsch an uns ausprobieren möchten.
Da heut abend nur die wahl zwischen LaPlace-transformationen von differentialgleichungen oder der deutsche ecke bestand war die entscheidung auch recht schnell gefällt....
Als wir fast pünktlich im untergeschoss der mensa ankamen, dachten wir zuerst auch mal dass wir falsch wären. Von deutscher pünktlichkeit war nichts zu sehen und niemand war da. Doch recht schnell wurden wir dann auf astreinem deutsch von chinesen angequatscht. Es ist auf jeden fall krass wie gut die teilweise deutsch können nach nur 2 jahren. Ok die lernen zwar 4-5 tage pro woche fast nichts anderes aber immerhin... Von der grammatik und aussprache her top!
Es war auf jeden fall witzig seine paar brocken chinesisch mal auszuprobieren und sich einfach mit den chinesen zu unterhalten. Stefan und ich haben uns fast die ganze zeit mit zwei mädels unterhalten uns die ein oder andere nützliche vokabel beigebracht haben;). Wir wissen jetzt auch dass chinesische wohnheime um 23:30 abgeschlossen werden und wenn man doch zu spät kommt wird man auf eine tafel im eingangsbereich geschrieben und alle könnens sehen. Das ist anscheinend schon genug abschreckung um pünktlich zu erscheinen :D. Da ist unser besuchsverbot nach elf uhr abends richtiger luxus;). Ein weiteres highlight war ein älterer typ, der lange jahre in österreich gelebt und gearbeitet hat und deutsch mit österreichischem akzent gesprochen hat. Ich denk mal dass wir da bestimmt auch nochmal vorbeischauen in den nächsten wochen.
So da morgen früh wieder uni sprachkurs ist werd ich an dieser stelle mal schluss machen um die warwasserzeit bis morgens 9 uhr noch mitzunehmen. Also an dieser stelle zàijiàn!
Beim pekingente essen am sonntag hat henning uns alle vorgeschlagen doch mal bei der deutschen ecke der tsinghua vorbeizuschaun. Das ist eine gruppe von chinesischen stundenten, die entweder deutsch studieren oder schon einmal in deutschland waren und ihr deutsch an uns ausprobieren möchten.
Da heut abend nur die wahl zwischen LaPlace-transformationen von differentialgleichungen oder der deutsche ecke bestand war die entscheidung auch recht schnell gefällt....
Als wir fast pünktlich im untergeschoss der mensa ankamen, dachten wir zuerst auch mal dass wir falsch wären. Von deutscher pünktlichkeit war nichts zu sehen und niemand war da. Doch recht schnell wurden wir dann auf astreinem deutsch von chinesen angequatscht. Es ist auf jeden fall krass wie gut die teilweise deutsch können nach nur 2 jahren. Ok die lernen zwar 4-5 tage pro woche fast nichts anderes aber immerhin... Von der grammatik und aussprache her top!
Es war auf jeden fall witzig seine paar brocken chinesisch mal auszuprobieren und sich einfach mit den chinesen zu unterhalten. Stefan und ich haben uns fast die ganze zeit mit zwei mädels unterhalten uns die ein oder andere nützliche vokabel beigebracht haben;). Wir wissen jetzt auch dass chinesische wohnheime um 23:30 abgeschlossen werden und wenn man doch zu spät kommt wird man auf eine tafel im eingangsbereich geschrieben und alle könnens sehen. Das ist anscheinend schon genug abschreckung um pünktlich zu erscheinen :D. Da ist unser besuchsverbot nach elf uhr abends richtiger luxus;). Ein weiteres highlight war ein älterer typ, der lange jahre in österreich gelebt und gearbeitet hat und deutsch mit österreichischem akzent gesprochen hat. Ich denk mal dass wir da bestimmt auch nochmal vorbeischauen in den nächsten wochen.
So da morgen früh wieder uni sprachkurs ist werd ich an dieser stelle mal schluss machen um die warwasserzeit bis morgens 9 uhr noch mitzunehmen. Also an dieser stelle zàijiàn!
Sonntag, 19. Oktober 2008
camping at the wall
Was muss man sich unbedingt angucken wenn man schon mal in peking ist? Na klar die mauer! Also brachen wir am freitag morgen auf um uns mal selber ein bild von dem riesigen dingen zu machen. Da wir wenig lust auf ein völlig von touristen überfülltes stück hatten, haben wir(oder eher jörn) uns im beijing excursions guide schlau gemacht. Dort wurde ein stück mauer beschrieben, dass sich nach genau dem anhörte was wir gesucht haben. Die Mauer noch im "originalzustand" (vor ein paar hundert jahren ma renoviert), wenig touris und es war erlaubt dort zu übernachten.
Von der uni aus gings dann ersteinmal per subway zum dongzhimen busbahnhof wo wir in einen bus richtung jiankou stiegen. Leider fuhr dieser aber nicht ganz bis dorthin, so dass wir noch einmal eine halbe stunde mit einem minibus für 100 kuai nach jiankou (zumindest dachten wir das) fahren mussten. Es kam uns auf dem weg schon komisch vor, dass unser fahrer alle paar minuten mal anhalten musste und leute am weg fragen wo es denn jetzt eigentlich zu mauer geht. Schließlich kamen wir, nachdem wir uns doch einige male verfahren hatten in einem kleinen dorf an, von wo ein kleiner pfad in die berge hinaus ging. Vorbei am eintritt verboten schild und schon konnte die klettertour los gehen. Die ersten hoffnungen, dass man doch nich bis zum steilen gipfel ganz noch oben musste waren schnell zerstreut. Der aufstiegt dauerte mit pausen ca. 2.5 h und war auch dementsprechend anstrengend. Teilweise ging es auch ziemlich waghalsig daher. Es kam schon gelegentlich vor dass man mal irgendwelche steilen felswände mit dem schweren gepäck(ohne touris auch keine bierverkäufer oben ;) ) hoch klettern musste. Wären uns nicht ein paar chinesen entgegengekommen hätten wir wahrscheinlich nicht unbedingt vermutet, dass dies der richtige weg gewesen wäre.
Nach gut zwei einhalb stunden erblickte jörn dann als erster die mauer und lies alle mit einem lauten "da ist das ding!" wissen, dass wir endlich da waren.
Obwohl es trotz des guten wetters doch recht diesig war, war die aussicht einfach umwerfend. Es sieht einfach super faszinierend aus wie die mauer sich über die bergkämme in die ferne zieht. Man bekommt ein gefühl dafür wie riesig das ganze gebäude sein muss und fragt sich wie um alles in der welt die das hinbekommen haben. Das sind nämlich keine "deutschland-ich-fahr-ma-eben-mitm-rad-drüber" berge sondern richtig steil und teilweise mehr steile felsen als alles andere.
Direkt an der stelle wo wir auf die mauer kletterten war auch schon direkt ein wachturm den wir zu unserem nachtquartier erklärten. Schnell wurden die zelte aufgebaut und feuerholz gesammelt, bevor wir den sonnenuntergang trotz der mäßigen sicht genossen. Aber gerade wegen des diesigen ausblickes hatte das ganze etwas unheimlich mysthisches wie raben um halb verfallene wachtürme kreisten und weit und breit niemand zu sehen war.
So langsam wurde es dann auch dunkel und wir kontaktierten die andere gruppe( Johanes, hennig, guido und daniel), da diese noch in beijing waren und im dunkeln den aufstieg wagen wollten. Wir versuchten den weg nach besten wissen und gewissen zu beschreiben...aber dazu später mehr.
Als es schon fast komplett dunkel war hörten wir plötzlich stimmen den hang hinaufkommen. Und als sie näher kamen konnte man erkennen, dass es deutsche waren. Wie sich wenig später herausstelte, handelte es sich witziger weise bei den zwei mädels und zwei jungs um eine arbeitskollegin von jörns bruder und um eine teilnehmerin vom daad treffen vom letzten wochenende. Die beiden jungs waren chris, der auch in peking arbeitet und sein freund gary aus hongkong.
Als nächstes ging es dann ans feuer machen... und tatsächlich haben wir auch eins anbekommen. Hat zwar 45 min gedauert bis es richtig brannte aber dann auch richtig...ein traum;).
Zum abendessen gabs dann als abwechslung zu den keksen vom tag gegrilltes toastbrot mit erdnussbutter, trockenfleisch und als highlight pauls maiswürtchen(tofu, speisestärke, mais). Einfach ein festmahl;).
Bald kamen auch die anderen an unser feuer und es wurde ein richtig lustiger abend. Irgendwann fragten wir uns aber dann doch wo die anderen aachener bleiben, da wir als letzte rückmeldung von ihnen gehört hatten, dass sie trotz dunkelheit den aufstieg wagen wollten. Und nach 3.5 h kam irgendwann auch die sms: "finden die mauer nicht. schlafen im wald!". Es sind aber alle zum glück mehr oder weniger heil nach hause gekommen. Aber die geschichte kann man besser in daniels blog nachlesen....
Wir zogen uns dann auch bald in unsere zelte zurück, da wir uns eigentlich den sonnenuntergang anschauen wollten. Der bestand dann aber doch nur aus einer sehr kurzen konversation zwischen jörn und mir: "ey jörn guck ma raus...is neblig?" ; "Jo". ; "lass weiterpennen".
Aber schon wenig später wurden wir von chinesen geweckt die sich lautstark (zumindest hat es sich so angehört) neben unseren zelten unterhalten haben. Nach dem aufstehen schnorrten wir uns noch kurz wasser für unseren instant kaffee von den anderen und gingen erstmal ein stücken in richtung der verfallenen mauer bis zum nächsten wachturm. Die sicht wurde von minute zu minute besser und es war wirklich beeindrucken wie sich immer mehr bergketten am horizont abzeichneten und man immer mehr vom gewundenen verlauf der mauer erkennen konnte. Als wir wieder am unserem turm ankamen machten wir uns startklar für den marsch nach mutianyu. Dort ist die mauer bereits retauriert und dementsprechend auch von mehr touristen besuchten. Noch eine nette geschichte am rande. Jörn und ich wurden von einem netten engländer angequatscht, der uns ein bisschen über die mauer erzählte und es stellte sich heraus, dass dies William Lindsay war, der 1986 als erster mensch die mauer komplett entlang gewandert war.
Dann ging es los die mauer entlang. Und das ding is teilweise wirklich verdammt steil und teilweise auch ziemlich zugewachsen auf dem weg...aber auch super schön. Da mittlerweile auch die sonne herausgekommen war und die sicht wirklich gut konnte man wirklich weit gucken, was das ganze nochmal um einiges beeindruckender machte. Nach ca. 1 h erreichten wir dann das restaurierte stück, dass vom flair her aber komplett anders als das alte verfallenere stück war. Alles war bestens ausgebaut und mit jedem meter nahm die anzahl der besucher zu. Aber es war trotzdem auch interessant zu sehen wie das ganze mal ungefähr ausgesehen haben muss. Nach noch ca einer stunde kamen wir dann in mutianyu an von wo aus wir uns das cable car gönnten und wieder mit dem bus nach peking fuhren.
Auch wenn wir ziemlich kaputt wieder in peking ankamen war der kurzurlaub mal wieder super und hat sich absolut gelohnt.
Die bilder sind dieses mal leider nicht von mir (mein kameraakku lag sicher in peking) sondern von jörn und stefan. An dieser stelle dafür mal ein dickes dankeschön ;)
Von der uni aus gings dann ersteinmal per subway zum dongzhimen busbahnhof wo wir in einen bus richtung jiankou stiegen. Leider fuhr dieser aber nicht ganz bis dorthin, so dass wir noch einmal eine halbe stunde mit einem minibus für 100 kuai nach jiankou (zumindest dachten wir das) fahren mussten. Es kam uns auf dem weg schon komisch vor, dass unser fahrer alle paar minuten mal anhalten musste und leute am weg fragen wo es denn jetzt eigentlich zu mauer geht. Schließlich kamen wir, nachdem wir uns doch einige male verfahren hatten in einem kleinen dorf an, von wo ein kleiner pfad in die berge hinaus ging. Vorbei am eintritt verboten schild und schon konnte die klettertour los gehen. Die ersten hoffnungen, dass man doch nich bis zum steilen gipfel ganz noch oben musste waren schnell zerstreut. Der aufstiegt dauerte mit pausen ca. 2.5 h und war auch dementsprechend anstrengend. Teilweise ging es auch ziemlich waghalsig daher. Es kam schon gelegentlich vor dass man mal irgendwelche steilen felswände mit dem schweren gepäck(ohne touris auch keine bierverkäufer oben ;) ) hoch klettern musste. Wären uns nicht ein paar chinesen entgegengekommen hätten wir wahrscheinlich nicht unbedingt vermutet, dass dies der richtige weg gewesen wäre.
Nach gut zwei einhalb stunden erblickte jörn dann als erster die mauer und lies alle mit einem lauten "da ist das ding!" wissen, dass wir endlich da waren.
Direkt an der stelle wo wir auf die mauer kletterten war auch schon direkt ein wachturm den wir zu unserem nachtquartier erklärten. Schnell wurden die zelte aufgebaut und feuerholz gesammelt, bevor wir den sonnenuntergang trotz der mäßigen sicht genossen. Aber gerade wegen des diesigen ausblickes hatte das ganze etwas unheimlich mysthisches wie raben um halb verfallene wachtürme kreisten und weit und breit niemand zu sehen war.
So langsam wurde es dann auch dunkel und wir kontaktierten die andere gruppe( Johanes, hennig, guido und daniel), da diese noch in beijing waren und im dunkeln den aufstieg wagen wollten. Wir versuchten den weg nach besten wissen und gewissen zu beschreiben...aber dazu später mehr.
Als es schon fast komplett dunkel war hörten wir plötzlich stimmen den hang hinaufkommen. Und als sie näher kamen konnte man erkennen, dass es deutsche waren. Wie sich wenig später herausstelte, handelte es sich witziger weise bei den zwei mädels und zwei jungs um eine arbeitskollegin von jörns bruder und um eine teilnehmerin vom daad treffen vom letzten wochenende. Die beiden jungs waren chris, der auch in peking arbeitet und sein freund gary aus hongkong.
Als nächstes ging es dann ans feuer machen... und tatsächlich haben wir auch eins anbekommen. Hat zwar 45 min gedauert bis es richtig brannte aber dann auch richtig...ein traum;).
Zum abendessen gabs dann als abwechslung zu den keksen vom tag gegrilltes toastbrot mit erdnussbutter, trockenfleisch und als highlight pauls maiswürtchen(tofu, speisestärke, mais). Einfach ein festmahl;).
Bald kamen auch die anderen an unser feuer und es wurde ein richtig lustiger abend. Irgendwann fragten wir uns aber dann doch wo die anderen aachener bleiben, da wir als letzte rückmeldung von ihnen gehört hatten, dass sie trotz dunkelheit den aufstieg wagen wollten. Und nach 3.5 h kam irgendwann auch die sms: "finden die mauer nicht. schlafen im wald!". Es sind aber alle zum glück mehr oder weniger heil nach hause gekommen. Aber die geschichte kann man besser in daniels blog nachlesen....
Wir zogen uns dann auch bald in unsere zelte zurück, da wir uns eigentlich den sonnenuntergang anschauen wollten. Der bestand dann aber doch nur aus einer sehr kurzen konversation zwischen jörn und mir: "ey jörn guck ma raus...is neblig?" ; "Jo". ; "lass weiterpennen".
Aber schon wenig später wurden wir von chinesen geweckt die sich lautstark (zumindest hat es sich so angehört) neben unseren zelten unterhalten haben. Nach dem aufstehen schnorrten wir uns noch kurz wasser für unseren instant kaffee von den anderen und gingen erstmal ein stücken in richtung der verfallenen mauer bis zum nächsten wachturm. Die sicht wurde von minute zu minute besser und es war wirklich beeindrucken wie sich immer mehr bergketten am horizont abzeichneten und man immer mehr vom gewundenen verlauf der mauer erkennen konnte. Als wir wieder am unserem turm ankamen machten wir uns startklar für den marsch nach mutianyu. Dort ist die mauer bereits retauriert und dementsprechend auch von mehr touristen besuchten. Noch eine nette geschichte am rande. Jörn und ich wurden von einem netten engländer angequatscht, der uns ein bisschen über die mauer erzählte und es stellte sich heraus, dass dies William Lindsay war, der 1986 als erster mensch die mauer komplett entlang gewandert war.
Dann ging es los die mauer entlang. Und das ding is teilweise wirklich verdammt steil und teilweise auch ziemlich zugewachsen auf dem weg...aber auch super schön. Da mittlerweile auch die sonne herausgekommen war und die sicht wirklich gut konnte man wirklich weit gucken, was das ganze nochmal um einiges beeindruckender machte. Nach ca. 1 h erreichten wir dann das restaurierte stück, dass vom flair her aber komplett anders als das alte verfallenere stück war. Alles war bestens ausgebaut und mit jedem meter nahm die anzahl der besucher zu. Aber es war trotzdem auch interessant zu sehen wie das ganze mal ungefähr ausgesehen haben muss. Nach noch ca einer stunde kamen wir dann in mutianyu an von wo aus wir uns das cable car gönnten und wieder mit dem bus nach peking fuhren.
Auch wenn wir ziemlich kaputt wieder in peking ankamen war der kurzurlaub mal wieder super und hat sich absolut gelohnt.
Die bilder sind dieses mal leider nicht von mir (mein kameraakku lag sicher in peking) sondern von jörn und stefan. An dieser stelle dafür mal ein dickes dankeschön ;)
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